Rettung der Eishalle oder nur Verlängerung der Zitterpartie?

HP_Julia Söhne_Stefan Schillinger

Der EHC kann vorerst auch in der kommenden Saison weiterspielen. Für das kurzfristige Problem, dem gekündigten Mietvertrag zum 31. Mai des Jahres, haben EHC und Stadtverwaltung dem Gemeinderat eine sinnvolle Lösung präsentiert, die dann auch mit großer Mehrheit angenommen wurde. Darüber sind wir als Fraktion SPD/Kulturliste natürlich erleichtert – alles andere wäre für uns undenkbar gewesen.

Doch jede_r weiß: Die Echte-Helden-Arena ist in einem miserablen Zustand, ein Neubau daher unausweichlich. Eine Erhöhung des Budgets für Reparaturen, bspw. an der Dachkonstruktion, kann zwar vermutlich das Damoklesschwert (Auslaufen der Betriebsgenehmigung zum 30.6.2024) bis ins Jahr 2029 verzögern. Doch sicher ist das allemal nicht. Nüchtern betrachtet geht die Zitterpartie also weiter.

Verzögerung kostet 2,5 Millionen pro Jahr

Damit geben wir uns als Fraktionsgemeinschaft nicht zufrieden. Im Gegenteil: Die Verwaltung, die sich, wie von der Fraktion SPD/Kulturliste lange gefordert, nun endlich glaubhaft auf den Weg gemacht hat, muss das Engagement der letzten Wochen unbedingt beibehalten um Versäumtes nachzuholen. Nicht zuletzt aus finanziellem Interesse: Jedes zusätzliche Jahr, das bis zur Fertigstellung der Halle benötigt wird, kostet Unsummen. Bei einer Baukostensteigerung von 5% und einem Volumen von 50 Mio. sind das mindestens 2,5 Mio. Mehrkosten, pro Jahr.

Vorschläge für sinnvolle Neubauprojekte liegen längst auf dem Tisch. „Mit der neuen Messe würde auf jeden Fall ein Standort zur Verfügung stehen, der ausgezeichnet angeschlossen ist“, so Fraktionsvorsitzende Julia Söhne. Sie verweist auch darauf, dass auf der zentral gelegenen freiwerdenden Fläche der heutigen Eishalle dringend benötigter Wohnraum entstehen könnte. Der sportpolitische Sprecher Stefan Schillinger hebt die Bedeutung einer Eishalle für Freiburg hervor: „Trotz maroder Halle haben wir jährlich 180.000 Besucher_innen (Publikumslauf, EHC-Fans, Kinder-, Jugend- und Freizeitmannschaften). Dies zeigt, wie beliebt der Eissport in Freiburg ist“. In einer neuen, nachhaltig konstruierten Halle und unter vernünftigen Bedingungen ließen sich diese Besucherzahlen sicherlich deutlich steigern, davon ist die Fraktionsgemeinschaft SPD/Kulturliste überzeugt.

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