Mietenstopp?!

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Am 03. August haben sich unsere Stadträt:innen Julia Söhne und Walter Krögner mit VONOVIA und dem Deutschen Mieterbund intensiv über Mietenpolitik ausgetauscht. Hier könnt Ihr die Veranstaltung noch einmal verfolgen.

Mit rund 50 Teilnehmer:innen war die digitale Veranstaltung in der Spitze sehr gut besucht. Im Ergebnis wurde noch einmal deutlich, dass Bewohner:innen insbesondere von Vonovia-Wohnungen sich mehr Anwesenheit bzw. Erreichbarkeit von Ansprechpartner:innen vor Ort wünschen sowie eine größere Transparenz in der Nebenkostenabrechnung.
Darüber hinaus ergaben sich aus der Diskussion drei wichtige Punkte im Kampf gegen hohe Mieten: 1. Große Bestandshalter müssen Wohnungen halten und die Miethöhe langfristig garantieren; 2. Beim Neubau von Wohnungen sollte mindestens eine 50%-Quote von geförderten Wohnungen eingehalten werden und 3. Sollte ein bundesweiter Mietenstopp in Erwägung gezogen werden, um dem Freiburger Mietenmarkt eine Verschnaufpause zu verschaffen. Das alles sowie die gesamte Veranstaltung könnt Ihr euch hier noch einmal anhören – viel Spaß dabei!

Programm

19:00 Uhr: Begrüßung, Vorstellung und Einleitung der Themenblöcke durch Julia Söhne

  1. Themenblock: „Sanierung und Erhalt im Bestand“, Moderation Walter Krögner
  2. Themenblock: „Bau von neuen geförderten Wohnungen und langfristige Mietpreisbindung“, Moderation Julia Söhne
  3. Themenblock: „Mietenstopp“, Moderation Julia Söhn

20:00 Uhr – 20:30 Uhr: Offene Frage- und Diskussionsrunde
20:30 Uhr:
Zusammenfassung und Abschluss

Ankündigungstext

Wohnen in einer attraktiven Stadt wie Freiburg ist teuer. Mehr als die Hälfte der Freiburger:innen muss über ein Drittel ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Daran wollen wir etwas ändern! Und wir haben bereits einiges auf den Weg gebracht:

  • 50 % geförderte und damit bezahlbare Mietwohnungen müssen in allen Neubaugebieten entstehen
  • Der Freiburger Sozialbonus: unter bestimmten Bedingungen werden von Mieterr:innen der Freiburger Stadtbau maximal 30 % des Einkommens für die Miete abverlangt.
  • Grundstücke werden nur noch in Erbpacht vergeben und nicht mehr verkauft

Aber das ist nicht genug! Wir wollen mehr und stehen:

  • Für den Neubau von bezahlbaren Wohnungen
  • Für eine wirksame Mietpreisbremse und einen sinnvollen Mietendeckel
  • Für maximal 30 % vom Einkommen für alle Mieter:innen
  • Für langfristige Mietpreisbindungen
  • Für ein Ende der Bodenspekulationen

„Es ist dringend notwendig, die Mieten auch kurzfristig zu deckeln und effektiv gegen Mietwucher vorzugehen“, fordert Julia Söhne, Fraktionsvorsitzende der Gemeinderatsfraktion SPD/Kulturliste.

Antrag der SPD/Kulturliste für einen besseren Mieter:innenschutz

Daher wurde auf Antrag der Gemeinderatsfraktion SPD/Kulturliste am Dienstag, den 27.07. im Gemeinderat zunächst eine umfangreiche Aufarbeitung der Umsetzung, Auswirkung und Anwendung der Mietpreisbremse beschlossen. Die Stadt Freiburg soll aufzeigen, ob es weitere wirksame Instrumente gibt, Mieter:innen im Kampf gegen überhöhte Mieten besser zu unterstützen. Gleichzeitig freut sich die Fraktion, dass die Bundes-SPD den bundesweiten Mietenstopp im Programm hat, der auch in Freiburg zur Anwendung kommen könnte. So könnten über einen längeren Zeitraum alle Mieten eingefroren und die Mietenspirale hoffentlich endlich durchbrochen werden.

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