Gegen verkaufsoffene Sonntage

10.02.2020_Innenstadt_Verkaufsoffener_Sonntag_HP

Die Stadtratsfraktion SPD/Kulturliste solidarisiert sich mit den Beschäftigten in Freiburg und spricht sich weiterhin vehement gegen verkaufsoffene Sonntage aus.

Auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, CDU, FDP/BFF und Freie Wähler, soll es 2020 zwei verkaufsoffene Sonntage in Freiburg geben. „Wir stellen uns entschieden gegen eine solche Entscheidung. Wir möchten den einzigen freien Tag in der Woche zum Schutze der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unbedingt beibehalten. Vor diesem Hintergrund sind wir auch gegen Ausnahmen im Rahmen des Stadtjubiläums, die Tür und Tor für weitere Ausweitungen öffnen würden“, stellt Julia Söhne, Fraktionsvorsitzende, fest.

„Wir nehmen die Sorgen der Beschäftigten sehr ernst. Der Sonntag ist der einzige Tag in der Woche, der noch für die Familie und zur Erholung bleibt. Daran wollen wir nicht rütteln“, meint Julien Bender, stellv. Fraktionsvorsitzender. „Gerade alleinerziehende Mütter und Väter, die es wegen der langen Arbeitszeiten eh schon nicht leicht haben entsprechende Betreuungsangebote zu finden, hätten es an Sonntagen noch schwerer“, gibt Bender weiter zu bedenken.

Verwundert ist die Stadtratsfraktion auch über die Zustimmung der Grünen zu den verkaufsoffenen Sonntagen. „Am Sonntag ist das ÖPNV-Angebot nur sehr eingeschränkt verfügbar, was dazu führen würde, dass viele Leute mit dem PKW in die Innenstadt kommen. Auch aus ökologischer Sicht halten wir deshalb von einem verkaufsoffenen Sonntag nichts“, erklärt Atai Keller, wirtschaftspolitischer Sprecher.

„Wer meint, dass sich mit zwei verkaufsoffenen Sonntagen etwas am Internetkauf-Verhalten ändern lässt, liegt falsch. Wir sollten lieber daran arbeiten, wie wir die Innenstadt, durch ein nachhaltiges Verkehrskonzept, besser erreichbar machen und somit den individuellen, lokalen Einzelhandeln tatsächlich nachhaltig stärken“, empfiehlt Söhne abschließend.

Der Beitrag hat Ihnen gefallen?

Share on facebook
Share on Facebook
Share on twitter
Share on Twitter
Menü schließen