Erst Probezentrum, dann Musikhaus!

Atai Keller

Eines ist klar: Es muss was passieren für die Musikszene. Lang genug wurde die Probesituation mit leeren Worten immer wieder angeprangert, dann hat die Bauverwaltung ein Grundstück ins musikalische Fenster gehängt, was nie wirklich zur Verfügung stand. Jetzt gibt es wenigstens einen großen Keller, den die Kulturverwaltung kurzerhand schon mal angemietet hat und damit soll der Mangel an Proberäumen zumindest gelindert werden. Die IG Subkultur und der Musikverein Multicore haben gute Lobbyarbeit geleistet, – das wird nicht ihre letzte Initiative sein, – sie stoßen jetzt aber an ihre realpolitischen Grenzen. Aus der kulturpolitischen Geschichte wissen wir, wie wichtig Räume für die weitere Entwicklung von Projekten sind! Deswegen gibt es keine andere Möglichkeit als jetzt zuzugreifen, um den ersten großen Schritt für eine Verbesserung der Probesituation von Bands zu gehen. Die Auftrittssituation muss erst einmal anderenorts gelöst werden. Für die Politik bedeutet das aber auch, in diesen Zeiten nicht vor neuen erheblichen Investitionen zurückzuschrecken. Gerade jetzt darf Kultur nicht zurückgedrängt werden. Eine Entscheidung muss bis Jahresende fallen!“

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