Wie schafft man die Verkehrswende?

HP_Julien Bender und Stefan Schillinger

In großen Schritten sausen wir in Richtung 2021 und müssen leider feststellen, dass die Fahrgastzahlen bei Bus und Bahnen aufgrund der Pandemie erheblich zurückgegangen sind. Eine Erholung ist vorerst nicht in Sicht. Neben dem Einhalten von Hygieneregeln und dem medizinischen Fortschritt sind attraktive Angebote entscheidend, um wieder mehr Kund:innen für den ÖPNV zu gewinnen.

Damit Autofahrer:innen von den Vorteilen des ÖPNV überzeugt werden, genügt es bei weitem nicht, einfach Parkplätze zu streichen. Als Fraktion SPD/Kulturliste sind wir der festen Überzeugung, dass wir die Menschen mitnehmen und Angebote unterbreiten müssen, die diese umweltfreundliche Fortbewegung attraktiver gestalten. Allerdings auch in dem Wissen, dass es immer Menschen geben wird, die nicht auf das Auto verzichten können.

ÖPNV: Freiburg führt E-Ticket ein

Nach der Einführung von Kurzstrecken- und Sozialticket sehen wir in einem E-Ticket eine Chance, zusätzliche Kund:innen zu gewinnen. Mit dem E-Ticket zahlt man exakt nach gefahrenen Kilometern. So könnten die 650 Meter von Johanniskirche bis Bertoldsbrunnen mit dem Smartphone präzise und bargeldlos abgerechnet werden. „Ein solches Angebot ist gerade für die Freiburger:innen wichtig, die gelegentlich kurze Strecken fahren. Der Einzelfahrschein ist für diese Strecken zu teuer und eine Regiokarte rentiert sich für Gelegenheitsfahrer erst recht nicht“, so Stefan Schillinger, mobilitätspolitischer Sprecher. Unsere Fraktion erwartet, dass das E-Ticket im kommenden Jahr zunächst mit Testläufen angegangen und daraufhin umgesetzt wird.

Neben dem Ausbau des Straßenbahnnetzes, unter anderem nach Littenweiler, gilt es gleichzeitig die Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr weiter zu verbessern. „Die zahlreichen Unterstützer des Fuß- und Radentscheids untermauern das berechtigte Interesse bessere Bedingungen für die diejenigen, die vor allem mit dem Rad und zu Fuß unterwegs sind. Darum fordern wir von der Verwaltung mehr Personal und Geld im Haushaltsentwurf unterzubringen“, so Julien Bender, Mitglied im Mobilitätsausschuss. Alle drei genannten Beispiele: Straßenbahnausbau, E-Ticket und Verbesserungen für den Radverkehr sind notwendig, um die Verkehrswende zu schaffen. Kurzum: Der Mix macht`s.

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