Rede zum Leitbild Migration

Karin Seebacher

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrter Erster Bürgermeister von Kirchbach,

Sehr geehrte Zuhörer_innen,

Das Leitbild Integration und Migration ist mit einem breiten Beteiligungsprozess ausgearbeitet worden und ich finde, wir können stolz auf das Ergebnis sein. Die Breite der Beteiligung, die in dem Prozess erreicht wurde, macht das Ergebnis zu einem Schatz für unsere demokratische Stadtgesellschaft.

„Wer hier lebt, gehört dazu.“

Die Einfachheit dieser alles durchziehenden Grundaussage, die das gesamte Papier und den Geist, der dahintersteht so passend zusammenfasst, ist entwaffnend klar. Aus diesen Worten lassen sich alle weiteren Punkte klar ableiten, die Forderungen liegen klar auf der Hand, die Verantwortlichkeiten sind genau benannt. Wie gesagt, das Leitbild Integration und Migration und der Prozess bis zum heutigen Tag ist ein Schatz. Heute geht es darum, ihn für uns nutzbar zu machen: Natürlich stimmt die SPD-Kulturliste heute dieser Drucksache zu.

Wir werden aber ab jetzt auch genau hinschauen und darauf achten, dass diesem Leitbild nicht das Schicksal zu Teil wird, dass es aufwendig erarbeitet wird, feierlich verabschiedet wird und dann nach kurzer Zeit in einer schön mit Sonntagsreden gepolsterten Schublade im Schrank der guten Vorsätze verschwindet. Wir werden nicht zulassen, dass dieser Schrank dann mit den Riegeln der praktischen Notwendigkeiten, des dringenden Alltagsgeschäfts oder, noch schlimmer, der Rücksicht auf die sogenannten besorgten Bürger, verschlossen wird.

Nein! Jetzt beginnt die Arbeit. Jetzt muss das Leitbild zu dem werden, was es verdient hat zu sein. Jetzt müssen die Forderungen des Leitbilds zu selbstverständlichem Handeln in Freiburg werden – für die Verwaltung, den Gemeinderat, die Institutionen und Akteure der Stadtgesellschaft – da heißt es jetzt Ärmel hochkrempeln.

Ich glaube, die Mehrheit der Menschen ist da schon ein ganzes Stück weiter.

Ich würde meinen Werbeblock für das gelungene Dokument jetzt beenden und schlage vor, wir verabschieden das Leitbild Integration und Migration mit der großen Mehrheit derjenigen, die um die Wichtigkeit einer demokratischen, toleranten und weltoffenen Stadtgesellschaft wissen. Wenn wir dann auch die notwendigen Mittel in den Haushalt einstellen, kann die Arbeit beginnen!

Herzlichen Dank für ihre offenen Ohren und ihre Zustimmung.

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