Baugebiet Kleineschholz

Julia Söhne FS

Hinweis zur Rede: Es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Martin Horn bei seiner ersten Rede als Oberbürgermeister ankündigte, dass das Quartier Kleineschholz nur von nicht profitorientierten Bauunternehmen bebaut werden soll, war die Aufregung sehr sehr groß. Wirtschaftsfeindlich. Bauunternehmensfeindlich. Zweiklassenbehandlung… diese und ähnliche Stichworte fielen und es wurde auch geunkt, dass das niemals klappen würde.

Heute wissen wir, dass wir Kleineschholz zigfach bauen könnten: Wir beschließen eine Vorlage mit einem zukunftsweisenden und hervorragenden Mobilitätskonzept, mit Straßenrückbau, wir werden viele Bauträger zum Zuge lassen kommen können, die kluge Ideen haben für bezahlbares Wohnen, die sozialraumorientierte Konzepte haben, wir werden Dachgärten, PV-Anlagen und ein hoffentlich dann bald sehr gutes Klimakonzept haben und eben alles mit Akteuren, die gemeinwohlorientiert sind. Und all das freut uns erstmal ungemein.

Und wenn es dann jetzt in die konkrete Umsetzung geht, wünschen wir uns, dass wir in diesem Quartier einen sehr hohen Energiestandard KfW 40 bekommen, dass vorwiegend mit Holz gebaut wird und die Bezahlbarkeit stimmt – also der Spagat zwischen Klimaschutz und eben bezahlbaren Wohnungen gelingt. Dazu werden wir aber nochmal im November diskutieren können und das halten wir für ganz essenziell, dass da eben der Spagat stimmt, weil das Hauptaugenmerk für meine Fraktion eben auf der Schaffung von bezahlbaren Wohnraum liegt.

Freuen würden wir uns auch ganz besonders, wenn die älteren Genossenschaften hier zum Zuge kommen würden und sich dort bewerben, gerade weil sie es sind, die in dem Quartier auf der anderen Seite der Lehener Straße extrem stark vertreten sind und mögliche neue Genossenschaftswohnungen aus Tauschperspektive, mit Blick auf das Umzugsmanagement etc. aus unserer Sicht hier sehr viel Sinn machen.

Meine Fraktion möchte sich bei den vielen Akteuren bedanken, zuvorderst der Projektgruppe, aber auch bei den vielen Baugruppen und Initiativen, die sich schon mit Fachwissen engagiert in die Debatte einbringen. Auch das zeichnet dieses Quartier jetzt schon aus, dass eben viele Akteure seit Beginn dabei sind und sich in die Planung einbringen.

Und dann hoffen wir vor allem, dass es jetzt richtig schnell geht und die Spaten bald nur so fliegen, damit dieses kleine Quartier dann auch Vorbildcharakter für die Bauabschnitte in Dietenbach haben kann.

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